Heiner Schönecke: Der Tausendsassa von Elstorf

Shownotes

Er ist ein echter Tausendsassa: Heiner Schönecke hat nicht nur als Landwirt und Unternehmer in der Region Akzente gesetzt, sondern auch als Politiker und engagierter Bürger. Heute, am 21. März 2026, feiert der rastlose Elstorfer seinen 80. Geburtstag. Im Gespräch mit Business & People blickt er auf sein Wirken zurück und redet über aktuelle Fehlentwicklungen in Wirtschaft und Politik.

Sie möchten uns einen Podcast-Gast vorschlagen? Dann wenden Sie sich an Tobias Pusch: hallo@wortlieferant.de

Transkript anzeigen

00:00:07: B&P Business Talk.

00:00:11: Der Wirtschaftspodcast aus der Metropole Region Hamburg, präsentiert von Business and People.

00:00:24: Ja hallo und herzlich willkommen zum Business Talk dem Podcast von Business & People!

00:00:29: Mein Name ist Tobias Pusch ich bin der Produzent und Host und jetzt sagen wir erstmal gleich zu Beginn alles Gute zum Geburtstag lieber Heiner Schöneke denn heute Am Erscheinungstag dieser Episode ist dieser umtriebige Unternehmer, Landwirt, Politiker aber auch engagierte Bürger, achtzig Jahre alt geworden.

00:00:51: Wir haben den Elstorfer zum ausführlichen Gespräch gebeten.

00:00:55: das Printinterview lesen sie in der aktuellen Ausgabe vom Business and People Magazin die Ende März erscheint Aber hier gibt es die lange Version zu hören.

00:01:05: Zu besprechen gab's jedenfalls eine ganze Menge, denn wenn man achtzig Jahre als Unternehmer und Politiker unterwegs ist da erlebt man natürlich dir eine oder andere Sache.

00:01:14: Hannah Schoenig hat ja verleihensweise klein oder auch ganz normal angefangen als Landwirt aber dann schneller kannte er muss sein Produkt zu einer Marke machen und das hat ja auch ziemlich gut funktioniert wie man weiß.

00:01:26: Zudem ist er dann ja auch in die Politik eingestiegen.

00:01:32: Ganz spannend in diesem Kontext, er erzählt uns was seine größten Erfolge und Niederlagen waren.

00:01:37: Sowohl als Politiker aber natürlich auch als Unternehmer.

00:01:42: Und natürlich haben wir die Chance des Gesprächs auch genutzt um einer schönige zu fragen Was läuft aktuell verkehrt?

00:01:48: In Politik Aber auch in der Wirtschaft.

00:01:51: da hat dann natürlich eine sehr dezidierte Meinung zu Denn er kennt ja beide Systeme von innen.

00:01:57: also Hören Sie zu, es ist wirklich ein spannender Ritt durch die Jahre und man erfängt eine ganze Menge und kriegt glaube ich auch ganz gute Impulse.

00:02:06: Also noch einmal herzlichen Glückwunsch lieber Heiner Schöneke!

00:02:10: Und wir freuen uns auf das nächste Podcast-Gespräch mit Ihnen.

00:02:17: Herr Schoenige stellen sie sich vor Es ist das Jahr neunzehntsechsundsiebzig Sie sind dreißig Jahre alt.

00:02:24: Wir sitzen in Ihrem Büro.

00:02:26: Was würde der junge Unternehmer Heiner dem Achtzigjährigen einer Schöne geraten.

00:02:32: Was würde er über ihn denken?

00:02:35: Also, er hätte den Achtzigjährigen mit Sicherheit ganz deutlich gemacht wie ungeduldig der Dreißigjährige ist.

00:02:42: Der hätte ihm also erzählt was er alles noch bereisen will in der nächsten Zeit und ob nicht der Achtzechjährige sich in irgendeiner Form auch nochmal ein bisschen nützlich auf Haus und Hof machen könnte wenn er das dann sowieso schon von Hause aus macht.

00:02:58: Also der Dreißigjährige war ja sehr geprägt von seinem Umfeld hier zwischen Niedersachsen und Hamburg.

00:03:04: Und ... ... Sechsundsiebzig war tatsächlich so ein Wegepunkt bei mir im Leben, wo ich heute sagen muss da hat sich das damals entschieden dass ich sozusagen in der Politik mitmachen durfte.

00:03:18: die Wähler haben mich dann immer wieder gewählt weil ich auch gesagt habe.

00:03:24: Ich mach weiter.

00:03:27: Das war eigentlich spannend sein.

00:03:29: Interessant, das scheint für Sie so eine Art Elixir zu sein was Andrea eher als Bürde empfindet in dieser politische Wettstreit oder was auch immer.

00:03:36: Jetzt sind sie ja unternehmerischer Landwirt, sie sind Politiker und sie sind aber irgendwie auch für Niche Hans Dampf in allen Gassen mit ihren zahlreichen Ehrenämtern Engagements usw.

00:03:46: Welche dieser drei Rollen charakterisiert Sie denn eigentlich am besten?

00:03:51: Ich weiß gar nicht, was ich am liebsten gemacht habe!

00:03:54: Das bot sich bei mir an morgens früh aufzustehen.

00:03:57: Also es war für mich kein Problem, morgens um vier aufzustehend den Marktwagen zu packen und abends eben um dreiundzwanzig Uhr in Murwunsow im Ratsaal sich darauf zu freuen dass man hoffentlich bald in den Radskeller gehen konnte.

00:04:12: Und am Wochenende da noch ein bisschen sich überlegen, wenn ich jetzt eher an einem Projektmann mal anschieben kann.

00:04:16: also das Unternehmerische hatten wir haben die Politik Wir haben letztendlich auch das Ehrenamt.

00:04:22: Ich habe mich gefragt Hat man da eigentlich noch Zeit für Hobbys beziehungsweise ist dann die Familie nicht das Einzige, was man zeitlich machen kann?

00:04:33: Jetzt haben sie mich an einer Stelle zu fassen.

00:04:36: An der Stelle als ich in twohundseinzehnt zwanzig mal eine Geheiratet habe, hab' ich natürlich die richtigste Entscheidung meines Lebens getroffen...

00:04:49: Sehr gut!

00:04:50: ...dass ich damals gefragt habe und Sie hat mir also nicht nur den Rückenfreiheit, ich hab mit meiner Frau auch über viele Dinge streiten können.

00:05:02: Egal ob es jetzt das Betriebliche war oder ob das das Politische war... Das Haus Selberschönige ist von früher hier eigentlich eher gewerkschaftlich geprägt gewesen und sozialdemokratisch gepräglichen gewesen.

00:05:15: Und ich habe das Streiten eben in der Familie quasi erleben können zwischen Gewerkschaftern ... und Handwergern, die sich in die Klatten gekriegt haben.

00:05:23: Dass sie funkten bloß so funkmen... Aber Sie haben es sich nie erzogen?

00:05:26: Ja!

00:05:26: Und an der Stelle spielt meine Frau natürlich eine riesen Rolle,... ... dass sie also einen mittelständischen Betrieb mit drei Kindern sozusagen geschafft hat.

00:05:37: Und sie haben alle einen guten Lebensweg eingeschlagen und insofern ganz, ganz großen Dank an meine Frau.

00:05:44: Ja das Spannungsfeld von Wirtschaft und Politik.

00:05:46: Das kennt wahrscheinlich... Komm ich immer so gut, wie Sie.

00:05:49: sie kennen zumindest beide Seiten ganz gut.

00:05:51: Die prallen ja dann oft auch mal ein bisschen aufeinander.

00:05:56: Wann haben sich als Unternehmer am meisten über die Politik geärgert?

00:06:03: Das ist eine spannende Frage also dass wir viele Dinge an vielen Dingen so lange brauchen bis wir sie umgesetzt haben.

00:06:16: Ich hab mich ja immer um diese Grenzbeziehung zwischen Hamburg und Niedersachsen gekümmert.

00:06:21: Ich hab mich darüber geärgert, dass meine Altforderer damals das nicht hingekriegt hatten mit der S-Bahn und mit der A-Sixundzwanzig.

00:06:31: Die in Anführungszeichen Geschwindigkeit oder auch Nichtgeschwindigkeit der Politik ärgerten Unternehmen auch manchmal.

00:06:36: Und wir müssen alles beplanen ... Ja.

00:06:39: Nach dem Buschstaben des Gesetzes?

00:06:41: Ja.

00:06:41: Es muss

00:06:42: alles beklagt werden können.

00:06:45: Und die große Herrscher der Juristen, die also daran dann auch noch partizipieren können.

00:06:53: Das ist auch ein Zeichen dafür dass wir als Politik eben vieles auch nicht richtig gemacht haben.

00:06:57: Ich würde aber die Frage gerne nochmal umdrehen und zwar wo haben sich denn als Politiker mal oder am meisten über Unternehmer oder über Unternehmen geärgert?

00:07:07: Ja es gibt natürlich die Situation.

00:07:10: Der Anspruch... Ich bin ja häufig auch wie so ein Schutzschild von Unternehmern vor sich hergetragen, ich zahl ja Steuern also Machtmache.

00:07:20: So dass man einen Mitarbeiter im öffentlichen Dienst in böse Problemlagen bringt wenn er dann quasi sich davor aufbaut und sagt ich zahle hier so und so viel Gewerbe steuern und bitte schön jetzt möchte ich auch das mal zurückkommt.

00:07:37: Ja da ist so mancher Unternehmer wahrscheinlich auch gut beraten, wenn er da die Kirche in Dorf lässt, wohlgemerkt.

00:07:46: Und die haben das manchmal auch nicht so ganz einfach.

00:07:50: und trotzdem würde ich mal sagen diese Demokratie, die funktioniert bei uns immer noch ganz gut und alle fünf Jahre steht es natürlich

00:08:00: zur Wahrheit.

00:08:01: Was war denn ihr größter Erfolg als Politiker aber auch als Unternehmer?

00:08:07: Weil ich jetzt mal als Politicker Antworten darf.

00:08:10: In der Ratspolitik war das sicherlich das Schaffen des neuen Zentrums in Nordwunsthoff, wir haben dort in der Bahnungsstraße dann ja das Rathaus gebaut zusammen mit einem großen Teil auch öffentliche Bedarfe also dass man dort Vereine und Verbände sich wiederfinden lassen konnte In der Ratsarbeit, zwei große Sportzentren hier schaffen können.

00:08:34: Einmal für den TSWL-Soft, der ja sehr erfolgreich Fußball spielt in die Niedersächsischen Ligen und in Norwunsthoff, DTVV dort am Bassental.

00:08:44: Das sind mit Sicherheit Dinge, die ich auch gerne gestaltet, mitgestalten konnte – Ich habe das ja auch nicht alleine gemacht aber wir hatten mal zu CDU hier.

00:08:53: In Norwunshoff über dreißigvierzig Jahre lang durchaus immer Mehrheiten für uns Ja, und dann die große Herausforderung als die sogenannte Friedensdividende plötzlich über uns kamen.

00:09:05: Und die Vertiger-Kaserne wurde aufgelöst... ...und was machen wir damit?

00:09:09: Das waren Dinge, die haben mich umgetrieben.

00:09:13: Wenn ich hier auf den Landkreis gucke, ist es natürlich die Entwicklung oder war es die Entwicklung des Gegeberges zusammen mit der Prof.

00:09:21: Wiese und die Gründung des Fördervereins, die natürlich auch Und getrieben war, dahingehend.

00:09:29: So nach dem Motto Hallo der Staat kann ich alles bezahlen auch nicht so ein Museum und da haben wir uns immer wieder zusammensetzen müssen, rauf umsetzen.

00:09:39: Wie machen wir das zusammen?

00:09:41: Dieses Geld fällt vom Himmel.

00:09:44: Das ist beim Kreis nicht so gewesen.

00:09:46: Beim Kreis ist es natürlich dann die zusätzlichen Verpflichtungen, die man als Landkreis übernommen hat zum Beispiel Gesundheits- und Rettungsdienst Das Einrichten einer Rettungswache hier mit den Johannitern in meinem Heimatort, in Elzorf.

00:10:01: Das hat sicherlich damals auch politische Schlachten ausgelöst.

00:10:07: Da gab es Leute die sagten, sie können uns doch von Harburg und von Buxuhude sehr gut bedienen.

00:10:14: Ich bin ganz froh darüber dass wir das damals durchgesetzt haben.

00:10:20: Was uns nicht so gelungen ist, das hatte ich ja zu Anfang gesagt, dass wir mit der A-Sex noch nicht fertig sind.

00:10:26: Aber da gibt es jetzt mittlerweile schon das Schild an der A sieben, dass man nach Neu-Wunsthoff demnächst rechts abfahren kann.

00:10:32: Genau und es gibt auch schon die Brücke und alles.

00:10:34: also man ahnen, man kann es schon ein wenig riechen was da kommt.

00:10:41: Jetzt haben Sie netterweise die Fragen nach der Niederlage schon gleich mit abgeräumt.

00:10:44: dann manchmal als Unternehmer?

00:10:47: Großes Erfolg, größte Niederlage.

00:10:50: Ich habe viel zu lange als Unternehmer gemeint, dass man nur über den Preis Nahrungsmittel gut verkaufen kann.

00:11:01: Das hab ich erst von jungen Leuten bei uns lernen dürfen können oder auch gerade auch von meinem Sohn der von Anfang an immer auf dem Punkt stand wir können den Hamburger Verbraucher nur das verkaufen, was er wirklich haben will.

00:11:17: Wir haben viel zu lange als Hühnerhalder an der Käfighaltung festgehalten.

00:11:22: Das ist einem Verbrauchern nicht zu vermitteln gewesen.

00:11:25: und ich konnte noch so viele erzählen dass die Henne vorne sauberes Futter hatte, hinten sauberer Wasser und dass der Hühnerkot sozusagen durch den Rost fiel.

00:11:38: Das war dem ja den aufmerksamen Verbraacher nicht mehr zu vermittelten.

00:11:44: Und dann waren wir natürlich, und das daran hat unser Sohn und unsere Familie großen Anteil.

00:11:51: Dass wir die Ersten waren, die einen großen Freilandstall gebaut haben zwischen Hamburg und Bremen... ...und wir in das Risiko reingegangen sind, dass die Menschen dann als wir die Freiladeneier hatten, dann wollten sie den nicht!

00:12:04: Dann war das zu teuer!

00:12:05: Man kann sagen, klingt nach Hennerei problematik

00:12:08: aber...

00:12:10: Aber war das dann auch der größte Erfolg, dass sie da die Wände geschaffen haben und es dann doch funktioniert hat?

00:12:14: Ja.

00:12:14: Es war der größten Erfolg, wenn man so will vor der Welle.

00:12:18: Und wir haben auf die richtige Art Tiere zu halten gesetzt.

00:12:25: Natürlich hat die Politik auch hier wiederum alles dran gesetzt um alles Mögliche zu regeln.

00:12:30: Da könnte ich Ihnen jetzt Geschichten erzählen, dann wäre die Zeitung in mir erzielt worden.

00:12:34: Bleibts ist das sogar der Erfolge, dass Sie's geschafft haben dieses Brett anzubohren auch gegen die Politik

00:12:38: aus dem All?

00:12:39: Wahrscheinlich ja!

00:12:40: Ich würde mir gerne auf die Wirtschaft in Deutschland und der Süderelle Region schauen, jetzt in diesen Zeiten im Jahr.

00:12:50: Wie geht Ihnen das jetzt als Achtzigjähriger?

00:12:52: Haben Sie mal das Gefühl dass heute mehr richtig läuft als früher oder läuft heute eigentlich mehr falsch als früher?

00:13:01: Also die Wirtschaft ist ja permanent vor neuen Herausforderungen und wir sitzen nie an einem Tag zusammen wo in manchen Gegenden der Welt die Kanonen Ja, die Raketen fliegen.

00:13:14: Und das was ich zutießt glaube, dass Wirtschaft sich darauf einstellen muss, dass wir hier ein Stück weit dankbarer sein sollten, was wir in Deutschland selber produzieren – was wir hier in der EU selbst produzieren -, dass wir da selber in der Hand haben dass diese Kreislaufwirtschaft, die wir in vielen Dingen vernachlässigt haben.

00:13:42: Dass das hoffentlich... ...in Zukunft eine größere Rolle spielt.

00:13:47: Denn ein T-Shirt für ... ... two ninety ninezig zu kaufen In einem Laden von dessen Namen ich manchmal gar nicht ausspreche mag oder sich das denn auch noch nach Hause liefern zu müssen lassen Das sollte man sich doch einmal mehr überlegen.

00:14:06: Früher lief die Wirtschaft vielleicht runder auf eine Weise oder vielleicht auch besser.

00:14:11: Nichtsdestotrotz kann und konnte so nicht weitergehen, jetzt befinden wir uns in der Zeit wo wir das langsam wenden.

00:14:17: ist das richtig?

00:14:18: Und das ist vielleicht auch ein Teil der Krise?

00:14:20: Ja früher war es selbstverständlich dass Wirtschaft und Wohnen zusammengehörte.

00:14:26: Der schmied in einem Dorf, der wohnte um die Ecke, der Bäcker war da, der Schneidermeister.

00:14:33: wenn ich zur Schule ging dann ginge ich mindestens an zehn bis fünfzehn selbstständigen Unternehmungen vorbei, das finden wir heute so nicht mehr.

00:14:44: Wir haben alles dafür getan dass Menschen ein Stück weit weg von ihrer Arbeit wohnen, haben Gewerbegebiete ausgewiesen mit all den Problemen die dann natürlich sind.

00:14:57: aber dieses einfach zu sagen früher war vieles besser und einfacher für die Wirtschaft.

00:15:07: Das würde ich so nicht unterschreiben, denn wir müssen uns immer mit den Besten in der Welt messen – das wird auch in zwanzig Jahren noch so sein und in fünfzig Jahren so sein -, dass unsere jungen Leute sich eben dann mit dem Besten der Welt messen müssen.

00:15:23: Und hier die Voraussetzung müssen wir so schaffen, dass sie das

00:15:26: können.".

00:15:28: Sie sprechen ja oft davon, dass Hamburg-und die Südelbe Region enger zusammenarbeiten müssen?

00:15:34: Warum klappt das eigentlich seit Jahrzehnten nicht so richtig?

00:15:37: Darüber habe ich oft nachgedacht.

00:15:39: Und es gibt eben nicht dieses demokratisch übergreifende Gremium in der Metropolregion, unsere Mitstreiter, demokratischen Mitstreiler sowohl auf Hamburger Ebene wie an Niasen schiefen haben wir ja diese Metropol-Regierung geschaffen und das ist zwar ein Gremiam was da Und es wird ja auch in Teilen ganz ordentlich gelebt und es umfasst ja auch eine ganze, ganze Menge Menschen.

00:16:11: In einer Region die wirklich brummt.

00:16:14: aber der Nachteil ist dass wir nicht die Ebenen haben wo wir genügend mit kommunizieren.

00:16:22: wenn ein Hamburger Bürgermeister heute darüber nachdenkt das er die Hamburger befragen will oder das Thema vielleicht gleich dann nochmal mitbehandeln wollen, dass er die Olympiade gerne nach Hamburg holen möchte.

00:16:37: Dann kann er das eigentlich klugerweise nur tun wenn er die ganze Metropolregion im Blick hat von Kiel bis nach Lüneburg bis Manitwink auch bis nach Hannover.

00:16:47: und da gibt es zu wenig Gremien die demokratisch besetzt sind wo man sich austauschen müsste.

00:16:57: denn Ein Landrat in Segeberg oder ein Landrat den Titmar schon hat ja im Grunde die gleichen Herausforderungen zu meistern, wie so'n Landrat im Land Kras-Harburg.

00:17:07: Aber wir haben alles unterschiedliche Systeme.

00:17:11: Wie wird der Hamburger Erster Bürgermeister gewählt?

00:17:13: Wie wird da Landrat ins Schleswig-Holstein gewählt?

00:17:16: und wie wird da landrat in Niedersachsen gewählt?

00:17:18: Wir erlauben uns dort diese große Vielfalt und merken, dass wir mit unseren Ebenen da gar nicht so richtig kommunizieren können.

00:17:28: Wir nehmen das zwar ... wenn es dann mal nicht funktioniert.

00:17:32: Ich sage die Diskussion um die Baustellen in der Metropolregion.

00:17:37: Riesenthema!

00:17:40: Da hat es auch nicht funktioniert mit dem Austausch der Meinungen.

00:17:44: Und deshalb würde ich was Olympian bedacht, würde ich Herrn Schentsche durchaus den Rat geben mögen dass er mal überlegt, ob er nicht seine Befragung der Menschen bis auf die Metroporregion ausweitet.

00:17:58: Und dann hätte er einen ganz anderen demokratischen Aufschlag erreicht für eine Bewerbung als wenn er das nur auf seiner Hansestadt bezieht und die Menschen am Schulter bleibt befragt?

00:18:12: Das klingt schon ein bisschen so.

00:18:14: vielleicht kann man es auf diese Formel zusammen dampfen wir haben zahlreiche Abhängigkeiten untereinander Aber wenig Gremien, wo man darüber sprechen kann?

00:18:24: Ja.

00:18:24: Was mussten eigentlich passieren?

00:18:25: dass diese Region attraktiv bleibt auch für Unternehmen?

00:18:28: Sie hatten ja schon erwähnt das Thema Autobahn zum Beispiel.

00:18:32: was also generell Verkehrswege?

00:18:34: jetzt steht die Sanierung der Elbbrücken an in äußerst großem Umfang.

00:18:38: aber was muss man hier machen damit Unternehmer hier auch bleiben?

00:18:43: im Süden?

00:18:44: Also ich glaube die Unternehmung die wir hier haben die also auch mit vielen Arbeitsplätzen sozusagen werden können und mit sehr qualifizierten Arbeitsplätze, sei es jetzt Airbus oder die Hamburger Rund um die Betriebe, die rund um den Hamburger Hafen sich angesiedelt haben.

00:19:03: Das sind natürlich große Leuchtturmarbeitgeber, die wir hier in Hamburg haben.

00:19:09: Wir haben aber im Süden von Hamburg eine Vielzahl von mittelständischen Unternehmungen ausgesprungen.

00:19:17: gut aufgestellt sind.

00:19:18: und wenn wir es, wenn wir denen das leichter machen könnten mit politischen Entscheidungen.

00:19:27: Wie gehen wir um?

00:19:29: Mit der Möglichkeit wie schafft man Gewerbegebiete?

00:19:34: Wie schafft Man neue Arbeitswicht?

00:19:37: Schafft man dass die junge Firmen, die ich sage mal zu haufjahr sich auch gründen hier in unserer Region hier behalten.

00:19:48: Das ist natürlich eine Geschichte, die unsere Wirtschaftsförderung vor allen Dingen lösen müssen.

00:19:54: Ein voran auch die Südereber-AK.

00:19:58: Trotzdem ist es so... Von alleine ist nichts und wer gut ist guckt in der Welt wo er am besten damit seinen Unternehmen hingehen kann?

00:20:06: Ich freue mich darüber wenn ein junger Münster sich selbstständig macht und sagt ich wage das!

00:20:12: Ich will selbst sonst nicht arbeiten, ist ja Wortspiel Wenn man das für sich sozusagen nach vorne trägt.

00:20:23: Das ist eine Geschichte, die muss auch in Zukunft eine ganz wichtige Rolle spielen.

00:20:27: genauso wie Duge und gute Verkehrswege Und die Diskussion rund um die Autobahn und um die Elbbrücken und um den Möglichkeiten mit dem ÖPNV nach Hamburg zu kommen.

00:20:40: Die haben wir seit zehn Jahren X-Jahren geführt.

00:20:43: So richtig viel besser es nicht geworden

00:20:46: Er im Gegenteil würde ich so eine persönliche Evidenz, würde ich mal zu sagen.

00:20:51: Was wäre denn ein Fehler den diese Region in den nächsten zehn Jahren auf gar keinen Fall machen darf?

00:21:05: Wir haben mit der Leuphana wir haben die Hochschule einen zwanzig, wir haben mit den Weiterbildungsinstitutionen, die wir hier im Handwerk und in der IHK vorhalten.

00:21:18: Im Südlichen Hamburg haben wir Möglichkeiten, nutzen sollte und fördern sollte.

00:21:25: Und an der Stelle sollten wir uns nicht im Klein-Klein in die Haare bekommen, sondern sollten diese Leuchttürme pflegen denn auch die Läufahner in Lüneburg war früher eine Behördenstadt rund ne Bundeswehr Stadt und es gab Kasernen.

00:21:45: das war Lüneborg und heute ist das ganz was anderes.

00:21:49: An der Stelle glaube ich sollten Sollten wir ein sehr waches Auge darauf halten, dass wir diese tollen Leuchttürme die wir hier in der Region haben pflegen und weiter ausbauen.

00:22:02: Darauf auch weiterer Ausbau ist durchaus einen Punkt den man nochmal anpeilen kann weil Wissen ist ja dann auch so ein bisschen der Rohstoff der Zukunft wenn man so möchte.

00:22:11: jetzt zu Themen wie Infrastruktur Bürokratie Energiepreise.

00:22:15: Sie haben einen kurzen Draht zur Unternehmern.

00:22:17: worüber klagen Unternehmen in dieser Region bei ihnen am meisten?

00:22:22: tun sie das zurecht?

00:22:24: Ich fange mit dem letzten Wort an, die tun es zurech.

00:22:26: Denn jeder hat in seinem Berufsfeld Dinge, die ihn wahnsinnig aufregen, die ihm Mürbe machen, wenn Sie dann nicht nur vom Landesamt für Statistik in Niedersachsen eine Anfrage kriegen

00:22:43: wie

00:22:43: viel sie produziert haben und mit welchen Mengen und mit wieviel Mitarbeiter und Stunden Und wenn Sie die gleiche Anfrage dann vom Bundesamt für Statistik bekommen, mit den gleichen... Zum Beispiel bei den erneuerbaren Energien ist das so.

00:22:58: Dann fragen sie sich warum trifft das eigentlich mich?

00:23:01: Trifft es eigentlich andere auch?

00:23:03: Ja dass das Schlimme, es trifft andere in ähnlicher Form genauso und man traut den Unternehmern nicht zu, dass sie das im Grunde ihres Herzens richtig machen werden und sie brauchen an der Stelle diese vielen Berichtspflichten nicht.

00:23:24: Dieses Berichtspflichtwesen, was wir hier in Deutschland haben wird ja immer begründet.

00:23:31: das will die EU alles haben und es will die Politik alles haben.

00:23:34: Die wollen alle Zahlen

00:23:35: haben

00:23:36: und alles doch drei- und viermal.

00:23:38: ich bin eher der Meinung in viele Berichte da kommen zwei Löcher rein und wenn's ja ganz gut läuft dann finden wir das irgendwann Kellern wieder.

00:23:46: Ja, beziehungsweise es geht vielleicht gar nicht auch nur immer ums Ob, sondern auch ums Wie.

00:23:50: Und wie Sie's gerade dargestellt haben wenn ich das Gefühl habe Ich muss der Sache doppelt und dreifach erledigen die vielleicht bei etwas smarterer... Bei etwas smarterem Handling auf der anderen Seite auch dann schon mit einem mal erledigt wäre Da entstehen glaube ich die Stellen wo es ein Verständnis immer noch mal gibt.

00:24:06: Es wird ja immer wieder auf den gesunden Menschenverstand nach vorne gestellt.

00:24:10: Sondern warum muss das denn eigentlich alles so sein?

00:24:16: Und das ist natürlich eine Herausforderung auch für zukünftige Leute, die also hier in Zukunft Politik machen.

00:24:21: Dass sie darauf achten und dass sich das uns nicht gegenseitig zusperr macht.

00:24:26: Lassen Sie uns mal über das Thema Energie reden!

00:24:28: Da haben Sie ja ein besonderes Herz für auch schon seit längerer Zeit.

00:24:31: Wir sitzen hier an der BIO-Energieanlage.

00:24:36: Da kann man vielleicht auf etwas sehen, was Sie schon im Bereich Wirtschaft gesagt haben.

00:24:39: So steht der Wandel an und der Wandelt auch zum Thema Nachhaltigkeit.

00:24:42: Das kann man hier glaube ich besonders gut sehen.

00:24:44: oder ist das hier quasi vorbildlich?

00:24:46: Ist es vielleicht auch ein Ding wo die Region nochmal zwei drei Schippen rauflegen kann?

00:24:51: Ich bin ja total davon überzeugt dass wir an dieser Stelle was erneuerbarer Energien anbelangt vieles richtig gemacht haben und wir könnten vieles auch noch wesentlich besser machen.

00:25:04: und von daher Von daher ist es so, dass gerade erneuerbare Energien für die Zukunft eine ja ich sage mal auch Aufbruchsstimmung vermitteln.

00:25:18: Wenn man das was hier produziert wird von Windstrom und Sonnenenergie und Biogestrom meinetwegen auch noch Geothermie oder Wasser Energie wenn man das klug steuert und wir können Dann haben wir einen großen Schritt gemacht und haben das auch richtig aufgestellt.

00:25:39: Die Diskussion, die jetzt dort in Berlin läuft, dass man ein Stück weit wieder große Gascafewerke in Deutschland bauen will, das erfüllt mich mit großer Sorge.

00:25:50: Ich glaube nicht, dass das der richtige Weg ist.

00:25:53: natürlich müssen wir uns unabhängiger machen.

00:25:57: ja es war falsch erst abzuschalten den Leuten dann recht zu geben.

00:26:07: Es war immer schon falsch Atomkraft zu machen, ja wir hätten die Atom-Kraftwerke noch ein wenig länger laufen lassen sollen.

00:26:15: und wie als Niedersachsener in Hamburg haben ja im Grunde mit dem großen Kohlekraftwerk in Moorburg uns auch nicht mit Ruhm begleckert wo wir den Milliarden dort im Grund an den auf Elbsamt versenkt haben.

00:26:34: Und jetzt soll dort ein großer Elektrolyseur entstehen.

00:26:39: Das macht die Sache natürlich nicht besser, es sind aber eben politische Entscheidungen gewesen, die das eine dann ausgeschaltet haben.

00:26:48: Ich glaube diese dezentrale Energieerzeugung, die wir in Deutschland haben ist der richtige Weg und wir haben heute die technischen Möglichkeiten das so zusammenzuschalten dass das auch in Zukunft sozusagen darstellenbar ist.

00:27:07: Aber es gibt ihm viele Hürden, auch an der Stelle zu überspringen.

00:27:12: Aber eigentlich ist auch diese Anlage ein schönes Simmelt für das was sie gesagt haben.

00:27:16: Eigentlich ja nicht mehr rausnehmen als man hat also eine Form von Genügsamkeit, eine Form davon dass man nachhaltig mit Sachen umgeht und sagt okay wir erzeugen Energie, wir erzeugen Sie dort wo sie gebraucht wird und wir er Zeugen sie mit Dingen die auch vielleicht wieder nachwachsen oder wirklich echt zur Verfügung stehen.

00:27:31: Und die will ich irgendwo in Anführungszeichen rauben lassen?

00:27:35: Das ist im Grunde eine richtige Darstellung, was Biogasrode kann und machen will.

00:27:44: Wir möchten ja auch Strom dann produzieren wenn der Strom dann wirklich knapp ist.

00:27:49: das hat die Politik begriffen und es muss hier natürlich noch ein Stück weit nachgesteuert werden damit sich das dann auch am langen Ende rechnet, denn Biogaschrom ist mit Sicherheit und bleibt mit Sicherheit auch der teuerste.

00:28:04: Ich weiß

00:28:05: sogar nicht ob das allen Hörern so bewusst ist, es ist ja das Tolle an diesen Anlagen, dass da auch eine Speichermöglichkeit und die Möglichkeit... Also es wird erzeugt erst mal bei Bedarf gespeichert und kann dann beispielsweise nachts oder auch sehr, ich glaube ja sehr kurzfristig.

00:28:20: Also bald man merkt, wo hier passiert was, kann man hier zum Beispiel sofort das Blockheitskraftwerk anschmeißen... ...und jetzt auch schon Strom einschmeißeln?

00:28:28: Ja

00:28:29: also das ist der ganz große Vorteil von Biogas dass wir die Speicherung im Grunde auf diesen grünen Dächern haben, die so einen Zipfel nutzen.

00:28:37: Die kennt man diese riesigen, wie soll man das tonnen konnten?

00:28:42: Wir haben ja hier Wir haben ja hier eben diesen Standort, wo wir das auch produzieren.

00:28:48: Und ich glaube, wir haben unsere Zukunft mit ... Auch noch vor uns, dass wir gebraucht werden in diesem ganzen Konzert.

00:28:58: Da haben Sie ja irgendwie damals... Ich glaub die Anlage ist entstanden im Jahr zehntausendzehn elf.

00:29:02: irgendwie so Haben sie schon, würde ich sagen auf jeden Fall Mut bewiesen oder Weibblick.

00:29:07: aber wird man für sowas manchmal auch ausgelacht?

00:29:09: Oder angefeindet?

00:29:10: Also im Grunde war es bei mir Ich war ja nun politisch unterwegs immer so ein Problem, wenn man im Dorf mit einem Güllewagen durch das Dorf fuhr.

00:29:21: Dann hat man sich Gedanken darüber gemacht wie wird denn wohl das nächste Wahlergebnis sein?

00:29:25: Wenn die sich ganze Tage nur über dich ärgert und diese Technik dass man diesen Geruch der Gülle entnimmt und damit sozusagen einen Brennstoff produziert und diesem dann auch verbrennen kann ... der kaum noch riecht.

00:29:44: Das hat mich wahnsinnig begeistert.

00:29:48: Von daher wird der Wind also tatsächlich...

00:29:50: Ja, das war nicht nur das Kaufmännische!

00:29:53: Er hat sie natürlich am langen Ende auch gerechnet.

00:29:55: aber es waren natürlich auch so Hallo?

00:29:58: Da schließt ja mehr zwei Fliegen mit einer Klappe.

00:30:01: Zwei

00:30:01: bis drei auf jeden Fall, ja alles klar.

00:30:06: Wahrscheinlich haben Sie in diesem Bereich denke ich mal, also mit der Bioenergieanlage auch durchaus gespürt, dass also wahrscheinlich nicht erst da aber da einmal mehr das Deutschland ja auch ein Land der Regulierung ist bzw.

00:30:16: auch der Raum der EU in einem Bereich, wo manches reguliert wird.

00:30:21: Alle beschweren sich darüber, aber mal hat aufs Herz es ist wirklich so schlimm oder kann man's beherrschen?

00:30:30: Zwei Scherzen schlagen in meiner Brust.

00:30:33: Wir haben an der Kante natürlich oftmals auf was überzogen.

00:30:38: Die Tatsache, wenn man so einen Betrieb hier führt das im Großteil ihrer Zeit eben damit verbringen etwas Aufzubewahren.

00:30:48: dass sie Formulare ausfüllen Dass Sie aufschreiben wie viele Stunden sie arbeiten also jetzt die Maschinen laufen Das Sie auf schreiben wie viel Gas sie verbraucht haben, dass Sie auf schreiben wann sie das letzte mal dort die Ölwechsel gemacht hat ... alles versichern müssen, dass sie...

00:31:05: Dass Sie das Öl auch entsorgt haben.

00:31:06: Am besten mich mal stark an, ne?

00:31:09: Also es ist schon herausvoll und ich hab's ja nicht gelernt, sondern wir haben uns das ja angelernt.

00:31:16: und aber wir waren natürlich mit einer Begeisterung dabei und haben das jetzt in dieser Größenordnung hier machen dürfen.

00:31:24: Und ich würd´s wiedermachen, ne!

00:31:26: Und haben Sie Verständnis für andere Unternehmer die sagen Boah Regulierung vielen Dank, brauche ich nicht mehr.

00:31:32: Ich bin jetzt gerade damit konfrontiert worden mit dieser Veröffentlichungspflicht der Entlohnung von Mitarbeitern ab, ich weiß nicht, ab Hundertfünfzig oder so muss man es innerhalb der Mitarbeiterchaft demnächst auf EU-Ebene...

00:31:52: Sogenau Gruppen transparent machen?

00:31:53: Oder irgendwie sowas.

00:31:54: Nein,

00:31:54: auch persönlich sozusagen dran hin.

00:31:58: Und da frage ich mich natürlich, müssen wir alles regeln?

00:32:02: So und da wird natürlich oft die EU als ganz schlimmes Beispiel eben vorne angestellt.

00:32:09: Die Bundes-, die Europa-Abgeordneten verwehren sich natürlich dagegen, dass sie alles reglen wollen.

00:32:15: Vor allem bei den Regelungen steckt ja oft auch hinter nach meinem Gefühl eben auch so eine Art Misstrauen das.

00:32:21: man sagt also eigentlich... Wir müssen das jetzt hier regeln weil alleine Machst das bestimmt nicht richtig oder kriegst du es nicht hin?

00:32:29: Oder was auch immer.

00:32:30: Man kann natürlich an sich im Eierproduzenten wahrscheinlich vertrauen, dass er weiß wie das für sein Hühner am besten ist und dann schon aus eigen Interesse, oder?

00:32:37: Also diese Misstrauenskultur trifft alle in der Wirtschaft, dass man also dem Selbstständigen nicht zutraut, dass per se schon auch für seine Mitarbeiter Glück regeln will weil sonst ein Mitarbeiter geht und geht woanders hin und verdient dort sein Geld.

00:32:54: Aber da sind wir gerade als Deutsche ja auch immer eher vor dem Berg.

00:33:00: Auf der Vorderwelle, dass wir das also auch dann noch ganz doentig ausleben.

00:33:05: Ich möchte mit Ihnen jetzt über die Foodbranche hier in der Region reden.

00:33:11: Es ist ja wenn man so will ... Ja, ich weiß nicht... Also einer der Ersten, der quasi ja auch Ja, dieses Label sich auch verdient hat.

00:33:19: Weil das ja bei ihnen finde ich auch durchaus mit Marketing zu tun hat dass ihre Produkte wirklich aktiv auch gestalten.

00:33:25: Wir hatten eben schon über das Thema Umrüstung auf andere Haltungsformen etc.

00:33:30: geredet.

00:33:31: Sie haben die Lebensmittelbranche hier seit Jahrzehnten erlebt.

00:33:35: Was hat sich denn hier eigentlich in den letzten Jahrzehn verändern in ihren Augen.

00:33:38: und warum hat sich das verändert?

00:33:41: Ja wir haben tolle Landwirtschaftliche Unternehmer hier auch in unserer Region.

00:33:47: Wir haben ganz tolle Spargelbetriebe hier, wir haben wahnsinnig erfolgreiche Betriebe die Direktvermarktung betreiben und wir haben erfolgreichere Gemüsebetrieben hier in der Region.

00:34:03: Das sind natürlich wenn sie das so als Foodbranche bezeichnen Vorzeitbare.

00:34:11: Umgekehrt gibt es natürlich dann auch leider diese Geschichten, dass wir hier eine ganze Menge Molkereien mal gehabt haben die ihren Laden zugemacht haben.

00:34:21: Eine ganze Menge Landhandelsbetriebe, die früher hier Dünger und Getreide gehandelt haben, die zugemachte haben.

00:34:30: Da hat's also eine Riesenbereinigung gegeben aber Der Markt liegt vor unserer Haustür.

00:34:42: Der Hamburger Markt sind bis zu zwei Komma fünf Millionen in Großmann, das er unerfasst.

00:34:50: Die Möglichkeiten haben wir die alle zu versorgen und man muss dann natürlich gucken wo man eine wirklich innovative Idee hat.

00:35:01: Ich finde schon spannend, was manche Landwirte auch mit den unterschiedlichen Kartoffelsorten, ne?

00:35:06: Mit ihren roten Kartoffeln und mit ihren blauen Kartoffel.

00:35:09: Das ist schon spannend!

00:35:10: Was manche machen.

00:35:11: Viele Landwirten sagen heutzutage ja wir werden politisch ungesellschaftlich ständig kritisiert.

00:35:16: Hat die Landwirtschaft in Deutschland ein Imageproblem?

00:35:19: Also per se geht der landwirtschaftliche Beruf... ihr habt ja gar nicht so ein schlechtes Ansehen.

00:35:25: ich glaube dass die so als landwirtschaftlicher Beruf, Technik, Agrarwirtschaft, Ackerwirtschaft.

00:35:35: Dass das eigentlich von der Bevölkerung durchaus positiv gesehen wird.

00:35:41: Wir machen als Landwirte natürlich vielleicht in ein oder anderen Fehler.

00:35:44: dass wir ja mit unseren Mitbürgern vielleicht aus zu selten ins Gespräch kommen ist hier auch gewisser wie ich wenn man da oben vom Trecker runter muss.

00:36:00: Wenn Sie jetzt einen jungen Menschen treffen und er sagt, ich will in die Lebensmittelbranche einsteigen, vielleicht sogar auch in die Landwirtschaft.

00:36:06: Würden sie dem dann eher Mut machen oder würden sie ihr abraten heutzutage?

00:36:10: All weil es zu global sehen in die Lebensmittelbranche einsteigend.

00:36:15: wir werden auch in fünfzig und nur noch hundert Jahren noch essen.

00:36:18: Aber Sie haben den Lebensviertel Einzelhandel, den Sie mir überzeugen müssen.

00:36:21: Das ist glaube ich nicht auch immer nur ein Vergnügen oder?

00:36:23: Ja

00:36:24: aber auch dort sind natürlich Kauflote unterwegs die sich unterscheiden wollen von Lidl und Alli.

00:36:31: Und das kann man denn am besten wenn man eine gewisse Vielfalt hat Wenn man eine Gewisse Regionalität hat.

00:36:37: Die Chancen sind auch für junge Leute da.

00:36:39: Ich habe jetzt ja selber fünf Enkelkinder, die ja auch irgendwie dann ins Arbeitsleben gehen werden.

00:36:49: Ich kann denen nur sagen, dass sie an jeder Stelle ... wenn Sie gut sind und wenn Sie besser sind als andere auch erfolge haben.

00:37:00: Und ich kann den eigentlich nun machen...

00:37:03: Also mit der richtigen Einstellung wird das schon mehr!

00:37:06: Lebensmittelproduktion ist heute auch durchaus High-Tech für die Branche jetzt in Zukunft digital werden oder bleibt es am Ende doch eher so die harte körperliche Arbeit?

00:37:17: Also von KI Alleine wird keiner satt und wir haben hier in der Lebensmittelbranche, in der Landwirtschaft, haben wir eine wirklich gesunde Mischung zwischen Hardware.

00:37:34: Und wenn Sie so wollen KI körperliche Arbeit ist das natürlich mehr, wenn sie einen solchen Betrieb unterwegs sind wie wir mit Lebensmittelherstellung, mit Lebensmittelverkauf und Ähnlichem Das ist natürlich ein wenig mehr körperliche Arbeit, man darf da keine Angst haben.

00:37:55: Aber ist körperlicher Arbeit per se denn was Schlechtes?

00:38:01: Ich würde das eher mal positiv sehen!

00:38:03: Die einen gehen ins Fitnessstudio und die anderen sagen ich habe keine Rundholzallergie, ich nehme auch nochmal nicht auf.

00:38:09: Im Fitnessstudium ist ja ansehender Ausdruck dessen dass die Arbeit einen Körper nicht auslastet, sonst bräuchte man das gar nicht.

00:38:15: Wenn wir jetzt mal nochmal auf die Foodbranche allgemein schauen, welche Entwicklung würden Sie gerne stoppen wenn sie könnten?

00:38:22: Negativ in unserer Branche ist sicherlich noch diese Affinität hinsichtlich der Preise.

00:38:28: Wenn Sie am Sonnabend das Wochenblatt nehmen oder eine Tageszeitung umschündeln, dann haben Sie die großen Anzeigenblätter da sozusagen mit drin und da geht es nur um den Preis.

00:38:41: Und was für Preise, ne?

00:38:43: Also Kilo Hack fünf Euro.

00:38:44: Ja also das ist die Geschichte...die hat mich immer umgetrieben und ich wollte mich auch so nicht vergleichen lassen.

00:38:53: Wir kommen jetzt zum Abschluss.

00:38:55: wenn jemand in zwanzig Jahren auf diese Region schaut und schaut wie sie sich entwickelt hat in der Vergangenheit Was würden Sie sich wünschen was dann über Ihre Generation von Unternehmern und Politikern gesagt wird?

00:39:08: Ich bin nicht so vermessen dass ich sage dass wir viele Dinge richtig gemacht haben.

00:39:17: Aber ich hatte um mich herum immer Leute, die mit mir zusammen meine Ich auch den Willen hatten vieles richtig zu machen.

00:39:29: Ob in hundert Jahren auf diese Zeiten Zwischen Sie haben dann sie haben in neunzehnt sechsten siebzig angefangen bis zwanzig sechsundzwanzig so drauf geguckt gucken werden, wie ich da heute darauf gucke.

00:39:43: Wir haben uns daran erinnert was früher war und haben so eine Institution wie Kiekeberg mit dem Förderverein weiterentwickeln können.

00:39:55: wir haben die Herausforderungen angenommen mit der Bildung von der Weiterbildung von Jugendlichen von Schülern in Sachen Mint mit der Zukunftswerkstatt und wir haben damals ich sage mal oder in den Jahren Das gemacht, andere werden sagen das wurde auch langsam Zeit.

00:40:17: Dass wir was Personennahverkehr anbelangt, was die Autobahnbau anbelankte dass wir dazu mindestens versucht haben das neu aufzusetzen und zu sagen Wir müssen damit jetzt auch mal langsam zur Porte kommen.

00:40:34: Ich glaube in derzeit haben wir eine ganze Menge gemacht.

00:40:37: aber nun zu sagen wir haben das alles richtig gemacht Das mögen dann andere Beurteilen.

00:40:44: Nichtsdestotrotz, dieses politische, das Betrachten meines politischen Lebens... Ich bin gerade dabei und schreibe meine Lebenspunkte auf.

00:40:56: Und ich bin selber überrascht, dass sich fast alle Terminkalender aufbewahrt habe aus meiner politischen Zeit.

00:41:05: Jetzt hab' ich sie mal weggeschmissen!

00:41:06: Das ist nur schlecht wenn es mal einen Untersuchungsausschuss gibt.

00:41:11: Wir haben sie jetzt alle entsorgt, aber wir haben sie das ja natürlich alles auch platt.

00:41:16: Und jetzt kommen die Geschichten dazu, die ich dann selber noch so erleben konnte.

00:41:20: und gut...

00:41:22: Das führt uns ganz gut.

00:41:23: zur letzten Frage!

00:41:24: Wenn Sie heute auf Ihr Leben schauen, was davon war Glück?

00:41:28: Und was war Entscheidung?

00:41:30: Ich bin Nuanzigundachtzig schon sehr lange her.

00:41:37: Das erste Mal gefragt worden ob ich für den Landtag ... in Niedersachsen kandidieren würde.

00:41:43: Ich habe mir damals unsere junge Familie heimgeschaut und der Sohn war damals acht Jahre, Tochter sechs und vier, sechs und drei... ...und wir haben uns damals entschlossen ich bleibe hier und mache das nicht.

00:42:01: Und als man mich dann zwei tausendzwei wieder gefragt hat ob ich das machen will dadurch gesagt ich mach es.

00:42:11: Und ich hab das Gefühl gehabt dass ich für die Region an der Stelle eine ganze Menge bewegen konnte.

00:42:21: Und ich habe mich immer wieder erinnert gefühlt an Friedrich von Bodelschwing, den ja in Betel die Behindertenhäuser geschaffen hat, der mal ein Lebensmotto hatte.

00:42:37: Dienst ist sich Last sondern Freude und mein Pastor der mir diesen Koalitionsspruch mitgegeben hat, weiß ich nicht ob er sich das dabei gedacht hatte.

00:42:48: Aber mir hat es immer eine große Freude gemacht politisch zu streiten und nicht zu erzonen.

00:42:57: Ja aber klingt ja wie eine gesunde Mischung aus Glück und Entscheidung oder Glück durch Entscheidungen.

00:43:04: Prima Herr Schöneke!

00:43:05: Ich sage Ihnen vielen Dank dass Sie so viel Zeit hatten und auf die nächsten Achtzig!

00:43:17: Das war der B&P Business Talk.

00:43:21: Der Wirtschaftspodcast aus

00:43:23: der Metropolregion Hamburg, präsentiert von Business and People.

00:43:36: Dieser Podcast wurde produziert

00:43:38: von wortlieferant.de.

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